Weinstraße Mansfelder Seen

Weinstraße












Weinstraße "Mansfelder Seen"

Durch einen sensationellen Urkundenfund im Magdeburger Zentralarchiv des Landes Sachsen-Anhalt konnte für die Region rund um die Mansfelder Seen bereits für das Jahr 973 Weinbau nachgewiesen werden. Darin bestätigte Otto II. (955-983) einen bereits im Vorjahr getätigten Gütertausch seines Vaters Otto I. zwischen dem Kloster Fulda und dem Erzbischof Adalbert von Magdeburg.

Dieses Jubiläum - 1030 Jahre Weinbau - bereiteten sieben Gemeinden aus dem Saalkreis und dem Landkreis Mansfelder Land mit der Gründung einer Weinstraße vor. Diese führt von Zappendorf über Höhnstedt nach Unterrissdorf und hat eine Länge von 21,2 Kilometern. An der Strecke liegen Museen, Mühlen, Weingüter, Weinberge, Schlösser und Kirchen. Insgesamt umfasst die Liste der Sehenswürdigkeiten 24 Objekte.

Rund um Höhnstedt stehen derzeit etwa 60 Hektar Rebfläche unter Ertrag. Etwa 80 Winzerfamilien kümmern sich um die weißen und roten Trauben. Der Großteil (30 Hektar) wird von der Obstproduktion Höhnstedt GmbH bewirtschaftet, die Mitglied der Winzervereinigung Freyburg/Unstrut ist. Daneben bauen vier Privatgüter (Weingut Born, Weingut Hoffmann, Rollsdorfer Mühle und die Erste Hallesche OHG) den vorwiegend trockenen Wein an. Der Bereich gehört zum Weinbaugebiet Saale-Unstrut.

Entlang der Weinstraße steht auch eine besondere Spezialität dieser Gegend. Insgesamt finden sich hier 231 Weinberghütten, die zum größten Teil erhalten sind. Diese werden künftig auch für Straußenwirtschaft genutzt werden, um den Gästen eine möglichst angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen.